Es beginnt mit Namarupa...

Da im Ausdruck Nāma-Rūpa das Nāma (Name, geistige Struktur) dem Rūpa (Form, materielle Struktur) vorangestellt ist, beginne ich die Darstellung mit der Transzendenten Ebene, also dem Nāma. Zur Veranschaulichung dieses abstrakten Konzeptes möchte ich eine Analogie aus der Physik heranziehen: Man stelle sich eine runde Metallplatte mit einem Durchmesser von etwa drei Komma sieben Metern und einer Dicke von etwa drei  Millimetern vor. Wird diese Platte an einer Seite in Schwingung versetzt, so überträgt sich die Bewegung auf die gesamte Struktur. Sie erzeugt dabei einen hörbaren Klang und fungiert als Resonanzkörper.

Die auf Quantenebene auftretenden Phänomene, die unter bestimmten theoretischen Ansätzen als schwingungsartige Zustände aufgefasst werden können und auf einer geometrisch-mathematischen Struktur beruhen, lassen sich im Rahmen der Quantenfeldtheorie als Vakuumfluktuationen beschreiben. Dabei handelt es sich jedoch um modellhafte Konstruktionen, die lediglich eine Annäherung an die zugrunde liegenden physikalischen Prozesse darstellen und nicht mit klassischen mechanischen Schwingungen gleichgesetzt werden dürfen.

Diese Schwingungen – die als energetische Muster in der Platte gespeichert sind – können als symbolische Darstellung der energetischen Aspekte des Nāma betrachtet werden. Im buddhistischen Kontext lassen sich diese als Dhamma, Kamma-bīja, Kamma-Viññāṇa oder Patisandhi-Viññāṇa interpretieren: transzendente Energien oder latente Potentiale, die das Bewusstsein strukturieren und bedingen.

In diesem Zusammenhang sei eine etwas humorvolle, aber passende Assoziation erlaubt: Die amerikanische Fahne auf dem Mond, die sich trotz nahezu vollständigem Vakuum bewegte, verweist auf ein ähnliches Prinzip – nicht auf äußere Einflüsse, sondern auf die fortwirkenden Energien, die beim Aufstellen freigesetzt wurden. Diese Bewegungen symbolisieren, dass auch im scheinbaren Stillstand latente Energien weiterwirken. Und ja – die Amerikaner waren auf dem Mond. Punkt.

Auf dieser Ebene, in der keine lineare Zeit wirkt, bleiben die meisten dieser transzendenten Energien gewissermaßen unbegrenzt gespeichert. Sie bilden die Bedingungen für das Viññāṇa-Dhātu (das Element des Bewusstseins), welches wiederum die Grundlage für das Viññāṇañcāyatana (das unbegrenzte Bewusstseinsfeld) schafft. Zwei zentrale Bedingungen tragen dieses Feld: zum einen die angrenzenden energetischen Strukturen des Nāma, zum anderen das Prinzip der Zeitlosigkeit bzw. Unendlichkeit.

“[…] Der Buddha sagte, dass die Anzahl der Sandkörner an einem Strand unendlich sei – hebt man jedoch ein einzelnes Sandkorn auf und betrachtet es, so ist es endlich. Diese Analogie soll verdeutlichen, dass das Konzept der Unendlichkeit schwer zu begreifen ist und dass unser Verstand es nicht vollständig erfassen kann.(SN 20.7 + SN 56.31) [LP]”

Das Unendlichkeitsprinzip bezieht sich auf die Negation oder Aufhebung von Endlichkeit. Theoretisch beschreibt der Begriff „unendlich“ ein Objekt oder einen Vorgang ohne Ende oder Abschluss, jedoch möglicherweise mit einem Anfang oder Beginn.

Eine bekannte Veranschaulichung dafür ist die sogenannte Infinite-Monkey-Theorie (Theorie des endlos tippenden Affen). Diese besagt, dass ein Affe, der unendlich lange zufällig auf einer Schreibmaschine tippt, mit nahezu vollständiger Sicherheit irgendwann sämtliche Werke der Weltliteratur – einschließlich der von William Shakespeare – reproduzieren würde.

„Ich verwende diese bildhafte Sprache, um die Vorstellung von der unermesslichen Dauer der Unendlichkeit zu veranschaulichen.“

Der Begriff „Unendlichkeit“ ist im wissenschaftlichen Diskurs von großer Vieldeutigkeit geprägt. Die Wissenschaft erkennt an, dass Unendlichkeit je nach Disziplin unterschiedlich verstanden und verwendet wird. Der Begriff ist weder einheitlich definiert noch in allen Kontexten gleichermaßen anwendbar. Mindestens fünf grundlegende Bedeutungsdimensionen lassen sich identifizieren, die sowohl konzeptuell als auch formal eine bedeutende Rolle spielen. Die Disziplinen Mathematik, Physik, Philosophie und Theologie gehen jeweils auf ihre eigene Weise mit dem Begriff um, wodurch ein breites Spektrum an Interpretationen entsteht.

In der “Mathematik” ist Unendlichkeit am präzisesten definiert. Sie stellt einen mathematischen Grenzbegriff dar, der insbesondere in der Analysis, Mengenlehre und Logik eine zentrale Rolle spielt.

“[…] Man unterscheidet zwischen “potenzieller Unendlichkeit”, wie sie in endlosen Zahlenfolgen (z. B. 1, 2, 3, …) vorkommt, die niemals enden, jedoch kein „unendliches“ Element enthalten, und “aktueller Unendlichkeit”, wie sie in tatsächlich unendlichen Mengen auftritt – etwa bei den natürlichen Zahlen [N] oder dem Kontinuum der reellen Zahlen [R]. Georg Cantors Mengenlehre führte zudem die Unterscheidung zwischen “abzählbaren” und “überabzählbaren” Unendlichkeiten ein. In der Mathematik ist Unendlichkeit somit ein klar definierter und operativ nutzbarer Begriff.[AI]”

In der “Physik” hingegen wird Unendlichkeit oft mit Skepsis betrachtet. Zwar treten unendliche Größen in theoretischen Modellen auf, etwa als unendliche Dichte in Singularitäten wie beim Urknall oder in Schwarzen Löchern, doch werden diese meist als Hinweise auf die Grenzen des physikalischen Modells gewertet. Zwei wichtige Bedeutungsdimensionen betreffen hier die “räumliche Unendlichkeit”, wie sie in der Kosmologie diskutiert wird – etwa die Vorstellung eines unendlich ausgedehnten Universums ohne messbare Begrenzung –, und die “zeitliche Unendlichkeit”, also die Möglichkeit einer unendlichen Vergangenheit oder Zukunft, wie sie in offenen oder zyklischen Modellen vorkommt. Daneben gibt es Konzepte wie die “Zeitlosigkeit”, etwa in bestimmten Interpretationen der Relativitätstheorie, wo Unendlichkeit als Zustand jenseits von Wandel oder Dauer verstanden wird. Dennoch bevorzugt die Physik messbare, endliche Größen und behandelt Unendlichkeit primär als theoretische Grenzvorstellung.

In der “Philosophie” wird Unendlichkeit vor allem als metaphysischer und erkenntnistheoretischer Begriff reflektiert. Sie dient hier als Grenzbegriff zur Beschreibung desjenigen, was sich menschlicher Erfahrung und Begrifflichkeit entzieht. Philosophen wie Immanuel Kant betrachten Unendlichkeit als Idee der Vernunft – nicht als empirisch erfassbare Realität, sondern als regulatives Prinzip des Denkens. Kant unterscheidet beispielsweise zwischen der „Unendlichkeit der Aufgabe“, also einem unabschließbaren Erkenntnisprozess, und einer realen Unendlichkeit. Zentrale Fragen der Philosophie betreffen die “Ontologie der Unendlichkeit”: Ist sie ein reales Merkmal der Welt oder lediglich ein Konzept unseres Denkens? Auch die Idee der “Anfangslosigkeit”, also des Fehlens eines absoluten Ursprungs, spielt hier eine wichtige Rolle – ebenso wie Vorstellungen eines „Ewigen Jetzt“, das sich jeder zeitlichen Einordnung entzieht.

In der “Theologie” schließlich ist Unendlichkeit eng mit dem Begriff der Transzendenz verknüpft. Gott wird als unendlich gedacht – in Wissen, Macht, Existenz oder Güte. Hierbei handelt es sich nicht um eine mathematische oder empirisch messbare Unendlichkeit, sondern um ein “symbolisches Konzept”, das das absolut Andere, das jenseits der Welt Liegende beschreibt. In dieser Lesart ist Unendlichkeit Ausdruck des Göttlichen, das sich jeder Endlichkeit entzieht. Die Frage nach dem Anfang der Welt wird in der Theologie oft nicht beantwortet, sondern transzendiert – was eng mit dem bereits erwähnten Begriff der Anfangslosigkeit zusammenhängt.Insgesamt zeigt sich, dass der Begriff der Unendlichkeit kein monolithisches Konzept ist, sondern ein vielschichtiges, das in verschiedenen Disziplinen auf sehr unterschiedliche Weise verwendet wird. Während die Mathematik eine präzise und formal handhabbare Vorstellung von Unendlichkeit bietet, ist sie in der Physik spekulativ und grenzwertig, in der Philosophie tiefgründig und vieldeutig, und in der Theologie Ausdruck maximaler Transzendenz. Unendlichkeit ist somit ein interdisziplinäres Konzept, das immer wieder neu definiert und hinterfragt werden muss – abhängig vom jeweiligen wissenschaftlichen und theoretischen Kontext.

Nun versuchen wir, eine Verbindung zwischen der Unendlichkeit und den Konzepten von Kamma-Viññāṇa herzustellen…

Diese beiden Bedingungen strukturieren das sogenannte Viññāṇa-Kamma-Feld, das in weiterer Folge das Ākāsa-Dhātu – das Raumelement – beeinflusst. Das Raumelement ist dabei nicht leer, sondern stellt ein verformbares Medium dar, das durch die genannten energetischen Muster geprägt ist. Es ist ebenfalls an zwei Bedingungen gebunden: Erstens an das Bewusstseinsfeld, das alle je in einem Universum erzeugten Informationseinheiten in Form von Bewegung und Energie speichert, und zweitens an das Entstehen der Zeit, die mit dem Auftreten von Raum erstmals manifest wird.

Zeit wiederum ist mit dem Prinzip des Fühlens verbunden, denn Raum ist durch Lebewesen erfahrbar und somit fühlbar – auf die Gefühlsdimension wird jedoch zu einem späteren Zeitpunkt noch näher eingegangen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Raumelement(ākāsa dhātu) ist sowohl zeit- als auch raumbezogen und bildet damit den ontologischen Untergrund für den zyklischen Ablauf des Universums.

Ein zyklischer Ablauf des Universums

Diese Phase der Entfaltung basiert auf dem ākāsa dhātu. Dieses Raumelement (ākāsa dhātu) stellt die kleinste Flächeneinheit in einem geometrisch verstandenen Universum – unserem Universum – dar. Durch die Verformung dieser Flächeneinheit, eingebettet in eine Netzstruktur, kann es als Grundlage für die Struktur der Elementarteilchen dienen. Hierbei verwende ich die Werte des Raumelements entsprechend den Berechnungen von Burkhard Heim.

Laut Heim […]würde die Größe dieser kleinsten Flächeneinheit in der Gegenwart etwa 8,2 × 10 hoch−70  Quadratmeter betragen.[HS] Dieses endlich kleine dhātu (Element) steht in Beziehung zum Durchmesser des sichtbaren Universums, also zum maximalen physikalischen (ākāsa) Raum. Aus dieser Beziehung ergibt sich, dass die Größe des Raumelements ein zeitabhängiges, sich veränderndes Element (dhātu) ist, dessen Ausdehnung sich im. Verlauf der Zeit verändert.

Aus der beschriebenen Beziehung lässt sich zwar nicht eindeutig bestimmen, der wievielte Zyklus es ist oder wo genau der Ursprung der aktuellen Materie in unserem scheinbar unendlichen Universum liegt. Dennoch lässt sich ein konzeptioneller Beginn von Raum und Materie ableiten. In der buddhistischen Kosmologie wird dies im Kontext des Vivaṭṭaṭṭhāyī-kappa beschrieben – dem Zeitraum, in dem sich ein Universum entfaltet und stabilisiert (vgl. Abhidharmakośa, Vasubandhu; Dīgha Nikāya, DN 1).

Zunächst entsteht gemäß dieser Lehre das Rūpa-loka – die Welt der Form, ein Bereich verdünnter, feinstofflicher Materie. Erst viele Äonen später (im relativen Maßstab gesprochen: nach ca. 20 Milliarden Jahren) entsteht das Kāma-loka, die grobstoffliche Welt der Sinneslust. Dieser Prozess spiegelt sich möglicherweise auch in der modernen Kosmologie wider, etwa in der Expansion des Raumes (R4 in Burkhard Heims Raumstrukturmodell), die mit kontinuierlichem Materieentstehen und -vergehen zusammenhängt.

Gelegentlich erscheinen im beobachtbaren Universum neue Materiestrukturen, die zuvor nicht sichtbar waren. Diese werden häufig durch Effekte wie Gravitationslinsen erklärt. Jedoch könnte es sich in einigen Fällen um Missinterpretationen handeln, die mit einer unvollständigen Raumstruktur-Theorie zusammenhängen.

„[…] Es gab also am Anfang vor der Entstehung des sichtbaren Raumes drei Raumelemente. Diese kann man sich als drei konzentrische, ineinander eingebettete Sphären vorstellen […]“
[freie Interpretation nach Burkhard Heim, Raum-Zeit-Struktur, kombiniert mit buddhistischer Kosmologie]

Diese Raum- bzw. Flächenelemente – gelegentlich auch als „vier Flächen“ beschrieben – finden in bestimmten buddhistischen Meditationstechniken wie der Kasina-Bhāvanā Verwendung. Sie dienen dazu, durch Fokussierung auf farbige, stabile visuelle Objekte übernatürliche Iddhi-Kräfte zu entwickeln (Visuddhimagga, Buddhaghosa).

Der Buddha beschrieb im Kontext der vier großen Elemente (mahābhūta) – Erd (paṭhavī), wasser (āpo),feuer (tejo), und luft (vāyo) – farbige, in sich ruhende Flächen. Diese gelten als grundlegend für alle physischen Erscheinungen. Die Meditationsobjekte seien dabei „träge“ und gegen äußere Einflüsse relativ stabil – ein Zustand, der zur inneren Sammlung beiträgt.

Erst wenn der Geist durch sensorische Reize an Objekte dieser materiellen Welt gebunden wird, beginnt er, Verunreinigungen (kilesa) zu erzeugen.

Die Vorstellung dreier ākāsa-dhātu (Raumelemente), verstanden als Metron-Flächen im Sinne Heimscher Raumstrukturmodelle, ergänzt diesen Ansatz um eine dimensionsanalytische Perspektive. Die metrischen Angaben dieser Ebenen (z. B. in Metern mit Df:/Dm:/Dp: siehe unterm Bild) sind hypothetische Ableitungen aus der Theorie von Burkhard Heim, in der Raum, Zeit und Bewusstsein miteinander verwoben sind.

 

Df: 0,90991797m / Dm: 1,06425810m / Dp: 3,70121163m[HS]

[…]Die betrachteten Dimensionen sind anschaulich konzipiert. Sie entsprechen nicht der symmetrischen Dreifaltigkeit, wie sie in der pythagoreischen Schöpfungslehre und im Konzept der „Blume des Lebens“ zugrunde gelegt wird. Dennoch erscheint die Feststellung bemerkenswert, dass am Anfang eine Dreifachheit stand, wodurch sich ein Vergleich mit verschiedenen anderen Schöpfungsmythen anbietet.[HS] 

Im sichtbaren Universum entsprechen diese drei Raumelemente (Sphären/ākāsa dhātu) der Idee der Zahl Drei beziehungsweise der Dreifaltigkeit, die sich in zahlreichen Schöpfungskonzepten wiederfindet, wie beispielsweise in der Trias „Vater, Sohn und Heiliger Geist“ oder in den buddhistischen Begriffen „Citta, Cetasika und Rūpa“. Im Buddha Dhamma ist hingegen die Zahl Vier von zentraler Bedeutung, worauf im weiteren Verlauf eingegangen wird.[HS][TW]

[…]”Diese drei Raumelemente (3-ākāsa dhātu) lassen sich als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft interpretieren, beziehungsweise als das Jetzt, das unmittelbar Vergangene und das unmittelbar Bevorstehende. Der Abstand dieser drei Zeiten entspricht dem Abstand eines Augenblicks, des ersten Moments. Diese Dreiheit bestimmt somit den kleinstmöglichen Abstand zwischen zwei Zeitpunkten.[HS]” Die als Raumelement bezeichnete Flächeneinheit stellt daher sowohl ein Raum- als auch ein Zeitelement dar, was als eine Interpretation der Raumzeit verstanden werden kann. Dieses Raumelement entsteht beziehungsweise teilt sich dort, wo noch Arūpa-Loka existiert und Materie neu in den Raum des  Universums eintritt. Der Zusammenhalt der Materie im Raum wird durch das Holistisch verstandene Gravitationsgesetz gewährleistet, wobei sich dessen Wirkung auf quantenmechanischer und planetarer Ebene unterscheidet. Die Zeit steht somit immer in Bezug zur Entstehung der Materie (Rūpa), zur Ausdehnung des Raumes sowie zur Gravitationskraft.

Die Dreiheit in Form von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist nach allgemeiner Beobachtung mit Prozessen verbunden: Das Vergangene, das noch nicht Vergangene (die Gegenwart) und das Zukünftige. Da diese drei Zeiten als Wirkursachen erkennbar sind und mit dem Raumelement in Verbindung stehen, bilden sie die Grundlage für Objekte, die Dhammā repräsentieren.[HS][TW]

Im nächsten Schritt differenzierten sich die drei ursprünglichen Raumelemente weiter aus, wodurch der erste quantifizierbare Moment – ein ‚kosmischer Augenblick‘ – entstand. Dieser Prozess kann modellhaft als die Emergenz eines Universums mit vier interagierenden Raumelementen beschrieben werden. Während sich dabei der Durchmesser der einzelnen Raumelemente verringerte, nahm der Gesamtdurchmesser des entstehenden beobachtbaren Universums zu – ein Hinweis auf ein expansionsdynamisches Verhältnis zwischen innerer Strukturverdichtung und äußerer Raumexpansion.

“[…] Die Entwicklung des Universums setzt sich kontinuierlich bis in die Gegenwart fort und wird sich auch zukünftig weiter fortsetzen. Aus den verschiedenen kosmologischen Beziehungen lassen sich spezifische Zahlenwerte ableiten. Der Ursprung unseres Universums, das aufgrund seiner enormen Ausdehnung als quasi unendlich erscheint, liegt in einer unvorstellbar fernen Vergangenheit.

Universum in Zahlen:

  • Der Ursprung der Welt liegt nach dieser Darstellung bei etwa 5,4 × 10¹⁰⁶ Jahren.
  • Der Durchmesser des heutigen sichtbaren Universums beträgt etwa 93 Milliarden Lichtjahre (entspricht ca. 8,8 × 10²⁶ Metern).
  • Die Anzahl der Raumelemente (ākāsa dhātu) im sichtbaren Universum wird heute auf etwa 1,86 × 10³²¹ geschätz.[HS]”

In jener frühen Phase der kosmischen Geschichte war der Raum des Universums über einen nahezu ebenso langen Zeitraum hinweg von vollständiger Leere geprägt. Über weite Zeiträume existierten weder Materie noch Energie; die Raum-Zeiten von Rūpa Loka und Kāma Loka wiesen eine geringere Dichte auf als das tiefste bekannte physikalische Vakuum. Dies verdeutlicht, dass „Leerheit“ im kosmologischen Kontext nicht mit absoluter Abwesenheit von Existenz gleichzusetzen ist – selbst unter Bedingungen maximaler physikalischer Entleerung entfalten sich subtile Prozesse des Arupa Loka und Nāma, deren energetische Dimensionen weder quantifizierbar noch empirisch erfassbar sind.

In diesem Abschnitt des manifestierten Universums existierten ausschließlich das alles durchdringende Nāma Loka mit seinen kammischen Energien sowie einige Entitäten des Arūpa Loka, die als rein transzendente Erscheinungsformen gelten und als kosmische Echos in der Zeitlosigkeit wirken.

“[…]Es zeigt sich eine Parallele zu hinduistischen Schöpfungsmythen, in denen das Universum ebenfalls lange Zeit als völlig leer beschrieben wird.[HS]”

Nach einer Phase von etwa 20 Milliarden Jahren absoluter Leere – einem Zustand vollständigen Vakuums – ereignete sich ein fundamentaler Symmetriebruch, sofern überhaupt von einer ursprünglichen Symmetrie gesprochen werden kann. Dieser Bruch wurde durch intentionale geistige Impulse nichtmaterieller Entitäten aus den transmateriellen Bereichen des Arūpa Loka ausgelöst. Durch die dynamische Kraft ihrer javana (citta)-Prozesse entstand eine erste energetische Verdichtung, die zur initialen Manifestation von Materie im Raum führte.

Diese erste Materialisierung vollzog sich über eine expansive Zeitspanne von weiteren 20 Milliarden Jahren innerhalb des Rūpa Loka. Etwa vor 15 Milliarden Jahren – mit dem Beginn unserer kosmischen Zeitrechnung im Kāma Loka – trat Materie nahezu simultan in Erscheinung. Dieses Ereignis manifestierte sich als plötzlicher, allgegenwärtiger „Ausbruch“ physischer Substanz. Bemerkenswerterweise entspricht diese zeitliche Dimension den heutigen astronomischen Schätzungen zum Alter des beobachtbaren Universums.

Dabei ist zu beachten, dass diese Altersangaben ausschließlich die materiellen Erscheinungen innerhalb des 1⁄r²-Raumes betreffen und nicht den Beginn des kosmischen Zyklus der Universen. Letzterer wird im Rahmen zyklischer Kosmologie als anfangslos und unbegrenzt verstanden – ein kontinuierlicher Prozess von Entstehen, Vergehen und Wiederentstehen, der sich jenseits linearer Zeitkonzepte vollzieht.

Die Größe des postulierten Universums sowie die Entstehung seiner Raumelemente lassen sich lediglich als Hinweise auf zyklische Prozesse kosmischer Genesis deuten. Innerhalb dieses übergeordneten Entstehungszyklus wirken kontinuierlich Prozesse von Entstehung und Auflösung von Materie – beispielsweise in Form von Supergalaxienhaufen –, die als Teilstrukturen eines zusammenhängenden Mahāsāsati Lokadhātu aufgefasst werden können. Diese Regionen kosmischer Phänomene unterliegen jeweils eigenen Zyklen der Bildung und Auflösung, ohne dabei notwendigerweise durch räumliche Grenzen voneinander getrennt zu sein. Ihre dynamische Entwicklung trägt zur fortlaufenden strukturellen und räumlichen Expansion des Universums bei.

Es existieren zwei Arten bzw. Phasen von Universen innerhalb des unendlich anmutenden Universums, was mit den Bewusstseinsprozessen der Lebewesen in Zusammenhang steht.

Der Kosmos wird weder als endlich noch als unendlich beschrieben. Die Begriffe „endlich“ und „unendlich“ reichen nach dieser Sichtweise nicht aus, um das Universum adäquat zu charakterisieren. Ein Universum, das sich mit Lichtgeschwindigkeit ausdehnt, ist zu keinem Zeitpunkt unendlich, aber sein Ende ist auch nicht erreichbar. In der Brahmajālasutta (DN1) wird das Universum entsprechend beschrieben.

BrahmajālasuttaDN1
Das göttliche Netz
3.1.3. Das Weltall ist endlich oder unendlich

Der Kosmos ist weder endlich noch unendlich.

nevāyaṁ loko antavā, na panānanto.
2.20.4
Die Asketen und Brahmanen, die sagen
: Ye te samaṇabrāhmaṇā evamāhaṁsu:
2.20.5
Der Kosmos ist endlich, irren sich:
“antavā ayaṁ loko parivaṭumo”ti, tesaṁ musā.
2.20.6
sowie diejenigen spirituellen aus den Brahmanentratitionen, die sagen
sagen: Yepi te samaṇabrāhmaṇā evamāhaṁsu:
2.20.7
Der Kosmos ist unendlich,
“ananto ayaṁ loko apariyanto”ti, tesampi musā.
2.20.8
und auch diejenigen spirituellen aus den Brahmanentratitionen, die sagen, dass
Yepi te samaṇabrāhmaṇā evamāhaṁsu:
2.20.9
Der Kosmos ist sowohl endlich als auch unendlich.
“antavā ca ayaṁ loko ananto cā”ti, tesampi musā.
2.20.10
Der Kosmos ist weder endlich noch unendlich.”
Nevāyaṁ loko antavā, na panānanto’ti.
2.20.11
Dies sind die vier Gründe, auf die sich einige Asketen und spirituellen aus den Brahmanentratitionen berufen, um zu behaupten, dass der Kosmos endlich oder unendlich ist.
Idaṁ, bhikkhave, catutthaṁ ṭhānaṁ, yaṁ āgamma yaṁ ārabbha eke samaṇabrāhmaṇā antānantikā antānantaṁ lokassa paññapenti [SC]“

Weder endlich noch unendlich“ bedeutet: Die Natur des Kosmos (oder eines anderen Phänomens) überschreitet unsere begrifflichen Kategorien. Er ist nicht sinnvoll innerhalb dieser Gegensätze beschreibbar, sei es aus erkenntnistheoretischen, spirituellen oder physikalischen Gründen…

Die Entstehung des Universums und das Konzept des Raumelements (ākāsa dhātu)

Zu Beginn kosmologischer Überlegungen wurde die Annahme formuliert, dass selbst ein unendliches Universum einen Ursprung besitzen kann – rein mathematisch betrachtet – insofern es einem zyklischen Prinzip folgt. Die postulierte Unendlichkeit ergibt sich aus der zyklischen Struktur des Kosmos, während der Ursprung in der zweiten Phase der Entstehung des Kama Loka verortet ist, die sich auf der Grundlage des Rūpa Loka entfaltet. Dieser Ursprung kennzeichnet die Manifestation von Materie (Rūpa) innerhalb des Raums (Ākāsa ∼ 1/r²) im Rahmen eines zweistufigen ontologischen Modells, bestehend aus Rūpa Loka und nachfolgend Kama Loka. Dieses Modell bildet die Grundlage für das Gesamtuniversum, das gemäß Konvention „c“ als das sichtbare Universum mit einem zugrunde liegenden Substrat verstanden wird. Im gegenwärtigen kosmologischen Zeitalter nimmt die Anzahl der Raumelemente (Ākāsa Dhātu) weiterhin zu; diese Elemente sind nicht nur strukturell beschreibbar, sondern tragen auch semantische Eigenschaften sowie fundamentale Naturkonstanten wie ℎ,𝑐,𝜋,Λ und Γ in sich. Dieses Wachstum des Raumes erzeugt eine Richtung im vierdimensionalen Raum des sichtbaren Universums. Alle angeregten Teilchen, die sich entgegen dieser Richtung bewegen, erhalten eine Masse.​\( E = mc^2 = \Phi(s)\Delta t \)

Berechnungen des Raumelements (Metron/Tau) nach Burkhard Heim

Die Planck-Zeit (τ) wird durch die folgende Formel beschrieben

[HS/6 Dimensionen in Farbe]

Das Raumelement als fundamentale Struktur

Das Raumelement weist zwei grundlegende Eigenschaften von Masse-Teilchen auf und ist ausschließlich in den Bereichen L1 bis L28 als fundamentaler Untergrund zu finden. Man könnte es sich, nach dem Entstehen des Kama Loka, etwa 15 Milliarden Jahre nach der Bildung von Materie innerhalb dieses Bereichs, als ein unsichtbares, formbares Gitter vorstellen, das das gesamte Universum als Untergrund durchdringt. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass das Raumelement nicht als physisches Gitter existiert. Vielmehr stellt es eine abstrakte Modellvorstellung dar, die es ermöglicht, die geometrisch-mathematische Struktur unseres sichtbaren Universums zu verstehen und zu beschreiben.​

Holografische Gravitation und das Raumelement

In diesem Kontext könnte das Raumelement als fundamentale Grundlage für die holografische Gravitation angesehen werden. Die holografische Theorie, die davon ausgeht, dass alle Informationen, die im Universum existieren, auf einer zweidimensionalen Oberfläche kodiert sind, findet in diesem Raumelement eine mögliche Erklärung. Es könnte als ein Medium betrachtet werden, das die Informationsdichte des Universums zusammen mit dem Bewusstsein trägt und die Gravitation auf eine neue Weise beschreibt. Die Wechselwirkungen zwischen den Raumelementen könnten dabei eine Art „gravitative Projektion“ auf der dreidimensionalen Raumzeitebene erzeugen, ähnlich der Art und Weise, wie holografische Bilder aus einer zweidimensionalen Oberfläche hervortreten.​

Das Raumelement als fundamentale Struktur

Die Idee, dass Formen auf ihren Grundstufen abgegrenzt werden, weist darauf hin, dass das Raumelement als eine Art fundamentale Struktur dient, die die Bausteine des Universums formt. Diese Grundstufen könnten als die fundamentalen „Pixel“ der Realität betrachtet werden, die in ihrer Gesamtheit die Erscheinungsformen der Materie und der Energie auf verschiedenen Skalen hervorrufen. Diese Abgrenzung auf den Grundstufen könnte auch eine neue Perspektive auf die Entstehung von Raum und Zeit bieten, indem sie das Verhältnis zwischen den kleinsten und größten Skalen des Universums in einem dynamischen Gleichgewicht darstellt.​

Das Raumelement und die Gravitation

Die Gravitation ist ein weiterer Bestandteil dieses Raumelementes, das mit „tanhā“ verwandt ist und nicht richtig verstanden wird. Denn es beruht nämlich auf einem holografischen Prinzip. Im Zusammenhang mit dem holografischen Prinzip könnte die Idee weiterhin darin bestehen, dass die gesamten Gravitationseffekte des 10-dimensionalen Universums durch ein 6-dimensionales System beschrieben werden können, aber unter Berücksichtigung der inneren – teleologischen – Struktur in den Dimensionen x₅ und x₆ und seiner totalitären Netzstruktur.

Einige Menschen verwechseln das Ākāsa Dhātu mit dem Viññāṇa Dhātu und bezeichnen es fälschlicherweise als „Ākāsa-Chronik“. Dabei handelt es sich um eine Fehlinterpretation, denn das Viññāṇa Dhātu – also der Bewusstseinsbereich des Nāma Loka – durchdringt den Raum auf einer wesentlich tieferen, mentalen bzw. transzendenten Ebene. Diese Ebene unterscheidet sich grundlegend vom physischen Raumbegriff des Ākāsa Dhātu und führt daher häufig zu dieser Verwechslung.

Das Raumelement (Ākāsa Dhātu) ist nicht die “Ākāsa-Chronik” bzw. “Raum-Chronik“

„Die Ākāsa-Chronik ist ein Konzept aus der Esoterik, insbesondere der Theosophie und Anthroposophie. Sie wird oft als ein immaterielles ‘Buch des Lebens’ beschrieben, das ein allumfassendes Weltgedächtnis enthält. In dieser Chronik sollen alle Ereignisse, Gedanken und Erfahrungen des Universums aufgezeichnet sein. Der Begriff ‘Ākāśa’ stammt aus dem Sanskrit und bedeutet Himmel, Raum oder Äther. Esoteriker berufen sich auf die sogenannte Ākāsa-Chronik, von der sie behaupten, sie ermögliche Einblicke in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – ein Anspruch, der wissenschaftlich nicht belegt ist…

Im Buddhismus ist diese „Raum-Chronik“ das Pañcakkhandha das sich auf die Basis des unendlichen Bewusstseins bezieht – wie oben beschrieben – aus A2 besteht. Es sind also transzendente, bewegte Strukturen, die als”Arūpavīcācittāni” beschrieben werden und für diese Verwirrungen sorgen.

Dieses Raumelement steht in Wechselwirkung mit angrenzenden Bedingungen (paccaya), die an das nächste Raumelement weitergegeben werden und zugleich Informationen übertragen und verstärken. In diesem Zusammenhang gilt: ‘Leerheit ist Form und Form ist Leerheit.’ Die Anzahl der Raumelemente und ihre jeweilige Strukturstufe der Materie (Rūpa, Form) stehen in Zusammenhang mit den sechs Phasen des Universums, die durch diese Bedingungen beeinflusst werden.

Diese sechs Phasen umfassen:

1.) Entstehung (Samudaya) – die initiale Manifestation von Raum, Energie und Materie;

2.) Ausbreitung (Vibhava) – die Expansion und Differenzierung der kosmischen Struktur;

3.) Stabilisierung (Thiti) – die Periode relativer Ordnung und Gleichgewichtszustände;

4. ) Zerfall (Bhanga) – der Beginn des strukturellen Zerfalls durch innere Spannungen und Entropie;

 

5.) Vivatta (erneute Entfaltung / neue Entstehung) -Wiederbeginn der Entstehung, aber nicht sofort.Bedingungen sammeln sich für neues Universum.

 

6.) Potenzialphase (Anidassana) – der Zustand reiner Möglichkeit, aus dem erneut Entstehung erfolgen kann.

Diese zyklischen Prozesse veranschaulichen, wie Leerheit (die Abwesenheit inhärenter Existenz) nicht das Gegenteil von Form ist, sondern deren konstitutive Bedingung.”

„Ich möchte nochmals hervorheben, dass meine Konzepte – ebenso wie meine Deutung der Natur im Rahmen der Tilakkhaṇa – lediglich als heuristische und metaphorische Modelle zu verstehen sind. Es ist zu berücksichtigen, dass jede Form von Erkenntnis und Beschreibung der Wirklichkeit notwendigerweise in Metaphern und symbolischen Konstruktionen erfolgt. Der Buddhadhamma hingegen, fundiert auf den Paramattha-Dhammas, eröffnet eine unmittelbare Perspektive auf die Wirklichkeit. Alles, was mit dem Dhamma in Einklang steht, weist zwar konzeptuell in die richtige Richtung, verbleibt jedoch im Bereich der konventionellen, vorläufigen Wahrheit.“

 

 

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