Tilakkhaṇa die drei Charakteristika "dieser Welt", sind die Welt...

 

Der Begriff setzt sich zusammen aus:

ti = drei
lakkhaṇa = Merkmale, Kennzeichen
Tilakkhaṇa = die drei Merkmale des Daseins.

 

Aniccā → Dukkhā → Anattā

Es ist nicht möglich, etwas Bedingtes in der Welt auf lange Sicht aufrechtzuerhalten; diese grundlegende Unbeständigkeit wird als (Anicca) bezeichnet. Denn alles, was entsteht, verweilt nur kurz und vergeht wieder; die Erscheinungen der Welt sind fortwährendem Wandel unterworfen. Dort, wo ein Konzept von „Ich“ oder „Mein“ versucht, Vergängliches festzuhalten oder zu stabilisieren, entsteht Leid (Dukkha), da der unvermeidliche Wandel als Verlust, Mangel oder Unzulänglichkeit erfahren wird.

Obwohl das Wort dukkha philologisch keine Frage „Wer leidet?“ enthält, kann es in der meditativen Betrachtung des Geistes so interpretiert werden: Leiden entsteht, wenn der Geist versucht, Vergängliches festzuhalten, obwohl kein eigenständiges Subjekt existiert, das leidet. In dieser kontemplativen Sichtweise zeigt sich die Lehre von (Anattā): Es gibt keine Essenz, keinen Wert und keine Zuflucht, die den Wandel festigen könnte; alles Erlebte ist leer, besitzt kein eigenes Wesen und wird nur als konventionelle Wahrheit, als „Ich“ oder „Mein“, erfahrbar.

Auf diese Weise lassen sich die drei grundlegenden Charakteristika der Welt erkennen: Anicca als fortwährender Wandel in den drei Zeiten und Unbeständigkeit, Dukkha als das unvermeidliche Leiden, das aus dem Versuch entsteht, Vergängliches zu stabilisieren, und Anattā als die Leere aller Erscheinungen, frei von eigenem Wesen, Substanz, Wert oder dauerhafter Zuflucht. Das Verständnis dieser drei Merkmale führt zu einer klaren Sicht auf die Wirklichkeit und öffnet den Weg zu Einsicht, Loslösung und Befreiung.

Das sind die drei Hauptmerkmale “dieser Welt”. Ein Buddha kommt in die Welt, um die wahre Natur der Welt zu offenbaren. Wir können die drei Charakteristika (Tilakkhaṇa) dieser Welt sehen, indem wir das Schicksal von allem, was in dieser Welt auftaucht, sorgfältig untersuchen, was unter dem Namen, Sankhata bekannt ist. Denn jedes Sankhata hat eine morphologische Geschichte. Es entsteht, wird schließlich zerstört und erfährt während seiner Existenz unerwartete Veränderungen, die ein Art Gedächtnis darstellt, die auf einer Transzedenten Struktur des Nama(Hyperraums) beruhen und im Buddhismus als (Namarupa) bezeichnet wird.

Ob durch den Entity Mind(Hadaya Vatthu) verbunden oder lediglich auf ihm aufbauend – jedes Sankhata, jede Erscheinung im Strom der Wirklichkeit, unterliegt dem Gesetz des Entstehens, des Verweilens und des Vergehens. In diesem zyklischen Tanz der Vergänglichkeit offenbart sich die Leerheit aller Phänomene, wie sie in der buddhistischen Lehre als (Aniccā) erkannt wird – die Unbeständigkeit als Grundstruktur/Namarupa des Seins. Denn es ist nicht möglich, irgendetwas dauerhaft aufrechtzuerhalten, da sich jedes Sankhata durch angrenzende Bedingungen (Paccaya) fortwährend verändert.

Nach meiner Auffassung hinterlässt jedes vergehende Phänomen eine Spur im sogenannten Welt/Mind-Metroplex – einem transdimensionalen Gewebe aus Energie=Information und Struktur=(kkhandha), das die Gesamtheit aller physikalischen Realitäten umfasst. Dieser Welt/Mind-Metroplex ist kein eigenständiger Raum (ākāsa) im konventionellen Sinn (sammuti-sacca), sondern ein bedingter dhammischer Zusammenhang (dhammadhātu), der durch wechselseitiges Entstehen (paṭicca-samuppāda) konstituiert ist. Er überschreitet die duale Vorstellung von Materie (rūpa) und Raum (ākāsa) und umfasst als nicht-selbsthafte Matrix (anattā) das fortwährende Entstehen und Vergehen aller Erfahrungsprozesse, die ihrem Wesen nach geistig sind (nāma und viññāṇa), sodass auch Materie (rūpa) nur innerhalb dieses geistigen Bedingungszusammenhangs erscheint. Er ist kein metaphysisches Feld im substantiellen Sinn, sondern ein dynamisches Bedingungsgefüge – und lässt sich daher als (saṅkhata) verstanden wissen.

: Der Welt-Metroplex ist vergleichbar mit einer morphogenetischen Matrix, die sowohl die physikalische Realität als auch die geistigen Prozesse strukturiert. Er enthält die „Baupläne“ für alle Erscheinungen und ermöglicht deren Wiederholung, Entwicklung und Transformation.

In dieser Sichtweise erscheint der Welt/Mind-Metroplex als eine Art Landkarte des Universums – eine immaterielle, reine Informationsstruktur, die wie eine kosmische Software in der Dinglichkeit wirkt. Er ist nicht stofflich, sondern geistartig; nicht greifbar, sondern wirksam – ein Ausdruck eines analogielosen, schnellen Gedankens im universellen Bewusstseinsfeld, leer von jeglicher Essenz und somit der Natur des (Aniccā) entspringend.

„Bei einem vermeintlich leblosen Objekt wie einem Stein endet der Prozess mit seiner Zerstörung – es erfährt nichts, da es kein Bewusstsein trägt. Doch auch dieses Objekt ist Teil des bedingten Entstehens (paṭicca-samuppāda) und hinterlässt eine Spur, einen Metroplex, im Gewebe der Wirklichkeit.“

Für ein Lebewesen hingegen ist dieser Zyklus meist mit Leiden verbunden – während des Entstehens, des Lebens und des Sterbens. Zwar können Momente des „Glücks“ auftreten, etwa wenn man das seltene Glück hat, in den menschlichen Bereichen mit Wohlstand oder gar in den darüber liegenden Deva-Bereichen geboren zu werden, doch bleibt das Leiden ein konstanter Begleiter

Der Prozess endet nicht mit dem Tod, anders als bei einem trägen Objekt – zumindest scheinbar. Denn jedes Objekt, ob belebt oder unbelebt, ist letztlich dem Entity Mind entsprungen oder war zumindest von ihm durchdrungen. Der Zyklus wiederholt sich unaufhörlich, über unendliche Zeiten hinweg. Und selbst das träge Objekt trägt eine Geschichte in sich – einen geschichtlichen Verlauf, der Spuren von Bewusstsein enthält.

Der Buddha sprach diese Worte…….

Yamaka Sutta (SN 22.85)

yadaniccam tam dukkham, yam dukkham tadanatt ā” (“yad aniccam taṃ dukkham, yaṃ dukkham tad anattā”), d.h.

Erklärung: Wenn etwas Aniccā ist, erhebt sich dukkha, und man wird hilflos (anatta).” Beachte, dass “yaṃ” und “yad” die gleiche Bedeutung haben und synonym verwendet werden. In gleicher Weise kommt “yadidaṃ” von “yad + idaṃ”.[LP]

Ein Buddha kommt in diese Welt, um drei Wörter mit insgesamt acht Buchstaben (in Pāli) zu offenbaren:

„Attakkarā thīnapadā Sambuddhena pakāsithā, na hī sīla vatan hotu uppajjāti Tathāgatā.“

Das bedeutet: „Ein Buddha (Tathāgata) wird NICHT nur geboren, um zu zeigen, wie man ein moralisches Leben führt, sondern um der Welt drei Wörter mit acht Buchstaben zu offenbaren.“

Der Vers beschreibt nicht den inhaltlichen Sinn, sondern seine formale Gestalt. Er ist als dreigliedrige Struktur (thīna-padā) aufgebaut, bestehend aus drei gleichwertigen Versgliedern (pada), die jeweils acht Silben (atta-karā) umfassen. In dieser formalen Ordnung entsteht eine Tripada-Strophe, deren Maß und Rhythmus den Gedanken nicht erklären, sondern tragen und strukturieren.

Diese drei Wörter sind;”

sabbe saṅkhārā aniccā,

sabbe saṅkhārā dukkhā,

sabbe dhammā anattā.

“Girimananda Sutta (AN 10.60)”

Im „Girimananda Sutta“ beschrieb der Buddha die Hauptmerkmale der anicca-Natur aller saṅkhāra:

„Katamā cānanda, sabbasaṅkhāresu anicchāsaññā? Idhānanda, bhikkhu sabbasaṅkhāresu aṭṭīyati harāyati jigucchati. Ayaṃ vuccatānanda, sabbasaṅkhāresu anicchāsaññā.“

Übersetzung:
„Ānanda, was ist die anicca-saññā, die mit allen saṅkhāra verbunden ist? Man empfindet Unzufriedenheit, Ablehnung und Ekel gegenüber allen saṅkhāra. Dies nennt man, Ānanda, die anicca-saññā, die mit allen saṅkhāra verbunden ist.“

Eine alternative sinngemäße Interpretation wäre:
“[…]„Man ist Stress ausgesetzt; man sollte sich schämen, sich mit solch nutzloser Tätigkeit zu beschäftigen.'( sinnbildliche Interpretation) Saṅkhāra zu mögen, ist wie Urin und Kot zu umarmen.“[LP]”

Dies offenbart: Was wir als „Objekte“ wahrnehmen, ist nichts Festes, sondern ein Bild, das durch die Struktur unseres Geistes aufrechterhalten wird. Diese Gedankenstruktur gründet auf (anicca-saññā) und deren flüchtigen Bewegungen (saññā vipalāsa), die als karmische Formationen wirken. Jedes Erkennen, jedes „Mögen“ entsteht aus karmischen Fäden (kamma-guṇa), die die Erscheinungen miteinander verweben und so die Illusion eines zusammenhängenden Ganzen erzeugen. Für einen Moment scheint alles harmonisch und greifbar, doch wie bei einem Zaubertrick ist diese Kohärenz nur Schein: Die Dinge passen lediglich für einen Moment zusammen, ehe sie sich wieder auflösen. Wirklich existent ist dabei nichts, und doch wirkt die Illusion kraftvoll, solange das mehrschichtige Bewusstsein (viññāṇa) wie ein Zauberer an Namen (saññākkhandha), Formen (rūpakkhandha) und Konzepten (saṅkhārakkhandha) haftet und so die Welt (Dhamma) im Inneren (pañcupādānakkhandha-kāya) und Äußeren (pañcakkhandha) konstruiert.

Die Lehre von den drei Daseinsmerkmalen (Pali: Tilakkhaṇa) beschreibt die grundlegenden universellen Eigenschaften aller Phänomene der erfahrbaren Welt: Anicca (Unbeständigkeit), Dukkha (Unzulänglichkeit, Leidhaftigkeit) und Anatta (Nicht-Selbst, Seelenlosigkeit, ohne Essenz). Diese Merkmale bilden das Fundament des buddhistischen Verständnisses von Existenz und sind zentral für die Analyse der Wirklichkeit.

  • Aniccā bezeichnet die Unbeständigkeit aller bedingten Phänomene. Alles, was entsteht, unterliegt Veränderung und Verfall; kein Zustand und kein Objekt ist dauerhaft stabil.
  • Dukkhā verweist auf die grundlegende Unzulänglichkeit oder das Leiden, das aus der Vergänglichkeit und dem Festhalten an vergänglichen Dingen entsteht, weil wir sie für Sukha – wertvoll oder begehrenswert und erreichbar – halten und manchmal scheint das sogar zu funktionieren, doch meistens nicht.
  • Anattā beschreibt die Abwesenheit eines beständigen, unveränderlichen Selbst. Die Annahme eines festen Ichs ist aus buddhistischer Sicht eine Illusion, da alle Phänomene – einschließlich der fünf kkhandha (Aggregatzustände des Daseins) – einem ständigen Wandel unterliegen und kein eigenständiges, dauerhaftes Wesen besitzen. Sie sind Essenz los.

Die Betrachtung und das tiefgehende Verständnis der drei Daseinsmerkmale (Tilakkhaṇa) sind essenziell für die Entwicklung von Einsicht (Vipassanā) und Weisheit (Paññā), die letztlich zur Überwindung von Unwissenheit und zur Befreiung (Bodhi) führen. Diese Merkmale gelten ausschließlich für die Welt der bedingten, zusammengesetzten Phänomene (Saṅkhata).

Nibbāna, das Unbedingte (Asaṅkhata), ist frei von Vergänglichkeit (Aniccā) und Leid (Dukkhā); doch auch dort findet sich keine Ich-Essenz – es ist daher im Sinne von Anattā als frei von Selbst zu verstehen.

Die buddhistische Lehre basiert grundlegend auf dem Gesetz der Kausalität (Paticca Samuppada), das besagt, dass alle Phänomene der erfahrbaren Welt bedingt entstehen: Sie kommen ins Dasein, wenn die notwendigen Ursachen und Bedingungen vorhanden sind, und vergehen, sobald diese Bedingungen wegfallen. Dieses universelle Prinzip der Bedingtheit bildet die Grundlage für das Verständnis der drei Daseinsmerkmale (Tilakkhaṇa): Vergänglichkeit (Aniccā), Unzulänglichkeit oder Leidhaftigkeit (Dukkhā) und Nicht-Selbst/keine Eigene Wesenheit ohne Essenz  (Anattā).

Die drei Daseinsmerkmale sind somit als direkte Konsequenz des Kausalgesetzes zu verstehen: Da alle Phänomene bedingt entstehen, sind sie notwendigerweise unbeständig, unzulänglich und ohne einen beständigen Wesenskern. Die Analyse der Wirklichkeit im Licht dieser Merkmale führt zur Einsicht, dass nichts in der Welt dauerhaft, vollkommen befriedigend oder mit einem unveränderlichen Selbst ausgestattet ist.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass manche Ursachen nur scheinbar spontan wirksam werden. Nach der Lehre des (Paticca Samuppada) sind viele kausale Zusammenhänge bereits im Bewusstseinsstrom (Nama) als Gesetzmäßigkeiten angelegt und treten erst dann in Erscheinung, wenn die entsprechenden Bedingungen zusammentreffen. Das bedeutet, dass bestimmte Wirkungen erst zu einem späteren Zeitpunkt manifest werden, sobald die notwendigen Voraussetzungen erfüllt sind. Diese Sichtweise unterstreicht die Komplexität und Tiefe des buddhistischen Kausalitätsverständnisses, das über eine lineare Ursache-Wirkung-Beziehung hinausgeht und zyklische sowie latente Bedingtheit(paccaya) berücksichtigt.

Insgesamt ergibt sich daraus ein kohärentes Erklärungsmodell, das sowohl die Entstehung als auch das Vergehen aller Phänomene durch bedingte Prozesse beschreibt und in den drei Daseinsmerkmalen seine prägnante Ausdrucksform findet. Diese Aussagen werden auch von drei Dhammapada Texten unterstützt.

Dhammapada, Verse 277–279 (Pāli & Deutsch):

277
„Sabbe saṅkhārā aniccā“
Yadā paññāya passati
Atha nibbindati dukkhe
Esa maggo visuddhiyā.

„Alle bedingten Dinge sind vergänglich.“
Wenn man das mit Weisheit erkennt,
wendet man sich vom Leiden ab.
Das ist der Weg zur Reinheit.

278
„Sabbe saṅkhārā dukkhā“
Yadā paññāya passati
Atha nibbindati dukkhe
Esa maggo visuddhiyā.

„Alle bedingten Dinge sind leidvoll.“
Wenn man das mit Weisheit erkennt,
wendet man sich vom Leiden ab.
Das ist der Weg zur Reinheit.

279
„Sabbe dhammā anattā“
Yadā paññāya passati
Atha nibbindati dukkhe
Esa maggo visuddhiyā.

„Alle Erscheinungen sind ohne Selbst.“
Wenn man das mit Weisheit erkennt,
wendet man sich vom Leiden ab.
Das ist der Weg zur Reinheit.

Daraus lässt sich nun ableiten, dass unsere Erfahrung der Welt nicht primär als eine objektiv-materielle Realität im Sinne eines physikalischen Universums zu verstehen ist, sondern vielmehr als ein dynamischer Prozess, der durch die Prinzipien von Aniccā, Dukkhā und Anattā charakterisiert ist. Diese Wirklichkeit entsteht gemäß dem Gesetz des (Paṭicca Samuppāda) (abhängiges Entstehen) und ist untrennbar mit Nāma (Geist, mentale Formationen) und Rūpa (Materie, Form) verbunden und somit ohne den Mechanismus des abhängiges Entstehen nicht zu durchschauen.

Eine zutreffende Erkenntnis dieser Wirklichkeit ist nur durch direkte Einsicht in die drei (Paramattha Dhamma) ultimative Gegebenheiten möglich. Denn was wir als „Welt“ erfahren, ist letztlich ein Gedanke, der sich in einem Bewusstseinsfeld bewegt – getragen und geformt durch angrenzende Bedingungen (Paccaya). Erst durch die fünf Sinnesgrundlagen manifestiert sich dieser Gedanke als erfahrbare Realität. Die Welt ist somit kein statisches Objekt, sondern ein flüchtiger Ausdruck eines mehrschichtigen bedingten Bewusstseins, das sich fortwährend wandelt und niemals unabhängig existiert.

Im Mahāyāna werden diese drei Merkmale jedoch noch radikaler durchdrungen. (Anicca), die Nicht-Aufrechterhaltung alles Bedingten, wird hier als Śūnyatā (Leerheit) verstanden: als die Einsicht, dass alle saṅkhata-dhamma lediglich durch Entstehen, momentanes Verweilen und Vergehen gekennzeichnet sind und daher keinerlei absolute, eigenständige Wirklichkeit besitzen. Was gewöhnlich als „wirklich“ oder „wahr an sich“ aufgefasst wird, erweist sich bei genauer Untersuchung lediglich als konventionelle Zuschreibung, da die Leerheit der Phänomene nicht im Licht der drei Paramattha-Dhamma erkannt wird. So entstehen Begriffe, Namen und Konzepte, die ausschließlich konventionelle Wahrheiten (sammuti-sacca) ausdrücken.

Diese jedoch sind stets leidhaft (dukkha), weil Wort, Name und Vorstellung niemals mit dem bezeichneten Phänomen (rūpa bzw. nāma-rūpa) identisch sind. Alles, was aus Ursachen und Bedingungen hervorgeht, entzieht sich einer festen Bestimmbarkeit.

In diesem Zusammenhang bezeichnet (Anattā) nicht bloß das Fehlen eines Selbst, sondern das grundlegende Nicht-Erkennen der Tathatā, der Soheit der Wirklichkeit, wie sie ist. Die Welt ist in ihrer wahren Natur unbestimmt, unverfügbar und jenseits aller begrifflichen Fixierung. Tathatā verweist auf die unmittelbare Wirklichkeit, frei von Zuschreibungen, Dualitäten und gedanklichen Konstruktionen. Entsprechend interpretiert das Mahāyāna die Welt nicht nur als unbeständig, sondern als grundsätzlich leer von eigenständiger Existenz. Wirklichkeit erscheint somit als ein relationales Feld wechselseitiger Bedingtheit, ohne festen Kern und ohne ontologischen Träger.

Diese Einsicht bildet die Grundlage der Prajñāpāramitā-Literatur, von Nāgārjunas Madhyamaka-Lehre, der Doktrin der Buddha-Natur (tathāgatagarbha) sowie der gesamten Praxis des Bodhisattva-Weges, der aus der Erkenntnis der Leerheit Mitgefühl und befreiendes Handeln entfaltet.

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