Eine Analogie mit meinem Fazit über die Welt im Lichte des Buddha Dhamma...

Ich beginne mit meinem Fazit, um von Anfang an deutlich zu machen, worauf meine Ausführungen hinauslaufen, und gleichzeitig euer Verständnis dafür zu überprüfen. So schaffen wir eine gemeinsame Grundlage, auf der wir weiter aufbauen können. Anschließend werde ich eine kurze Analogie zur Welt darstellen, um ein zweites Fundament zu legen, das das Erfassen der beiden Wahrheiten erleichtert und viele Konzepte unterstützend untermauert.

Mein Fazit…. …..

Es lässt sich argumentieren, dass die Physik und die Naturwissenschaften nicht in der Lage sind, das komplexe Phänomen des Lebens in seiner vollen Tiefe zu erklären. Vielmehr beschränken sich diese Disziplinen darauf, die Eigenschaften und Gesetzmäßigkeiten der unbelebten Materie zu untersuchen, die das Leben als solches unterstützt.

Während sie detaillierte Einsichten in die physikalischen, chemischen und biologischen Prozesse bieten, die die Struktur und Funktion von Zellen, Molekülen und Makromolekülen prägen, bleibt das Verständnis des subjektiven Erlebens und der emergenten Eigenschaften des Lebens oftmals außerhalb des greifbaren Rahmens naturwissenschaftlicher Methodik.

Wir können nun sehen das die heutige Wissenschaft und deren Konzepte, die auf der Physik, Biologie, Chemie und Astronomie beruhen nur als Metaphern gesehen werden sollten. Diese Metaphern sind somit in die Kategorien des “Pannatti“, also der Konzepte einzuordnen.

Nur der Buddha Dhamma zeigt mit Hilfe der vier “Paramattha Dhammā“ die Ultimative Wahrheit bzw. Wirklichkeit. Denn nur der Buddha lehrte das es eine letztendliche und konventionelle Wahrheit gibt.

Eine konventionelle Wahrheit ist eine Aussage oder ein Glaube, der innerhalb einer bestimmten Gemeinschaft oder Kultur als wahr akzeptiert wird, obwohl er möglicherweise nicht auf objektiven Fakten oder einer universellen Realität beruht. Sie basiert auf Übereinkünften, Traditionen, sozialen Normen oder Konsens innerhalb dieser Gruppe.
Man könnte sagen, dass konventionelle Wahrheiten “wahr sind, weil wir uns darauf geeinigt haben, dass sie wahr sind”. Ihre Gültigkeit hängt von der Akzeptanz durch die jeweilige Gruppe ab und kann sich im Laufe der Zeit oder zwischen verschiedenen Gruppen unterscheiden.

Hier sind einige Beispiele für konventionelle Wahrheiten:

  • Sprache: Die Bedeutung von Wörtern ist eine konventionelle Wahrheit. Es gibt keinen inhärenten Grund, warum das Wort “Baum” ein bestimmtes Gewächs mit Wurzeln, Stamm und Blättern bezeichnen sollte. Wir haben uns innerhalb unserer Sprachgemeinschaft darauf geeinigt.
  • Soziale Etikette: Was als höfliches oder unhöfliches Verhalten gilt, ist oft eine konventionelle Wahrheit, die von Kultur zu Kultur variieren kann.
  • Rechtssysteme: Gesetze und rechtliche Definitionen sind konventionelle Wahrheiten, die von einer Gesellschaft festgelegt und durchgesetzt werden.
  • Geld: Der Wert von Geld ist eine konventionelle Wahrheit, die auf dem Vertrauen in das System und der Akzeptanz als Tauschmittel beruht.

Es ist wichtig zu verstehen, dass konventionelle Wahrheiten nicht unbedingt falsch sind. Sie können für das Funktionieren einer Gesellschaft und die soziale Interaktion unerlässlich sein. Allerdings ist es auch wichtig, nochmals zwischen objektiven – insbesondere wissenschaftlichen – Wahrheiten zu unterscheiden, die unabhängig von menschlicher Übereinkunft bestehen.

In philosophischen Diskussionen, insbesondere im Buddhismus, wird oft zwischen konventionellen Wahrheiten (manchmal auch als relative oder oberflächliche Wahrheiten bezeichnet) und letztendlichen Wahrheiten (absoluten Wahrheiten) unterschieden. Konventionelle Wahrheiten werden als nützliche, aber letztlich unvollständige Beschreibungen der Realität angesehen, während die letztendliche Wahrheit die tiefere Natur der vier “Paramattha Dhammā“ mit “Citta“, “Cetasika“, “Rupa“ und “Nibbāna“ erfasst und “Nibbāna“ ist das einzige Konzept das zu den absoluten Wahrheiten gezählt wird.

Mit anderen Worten, wir können ein herkömmliches leben nicht führen ohne in Konzepten zu denken und mit ihnen umzugehen. Es ist sehr wichtig diese beiden Wahrheiten zu erkennen.

Wenn wir nun erkennen das eine Person bzw. ein “Sankata(Objekt/Ding) “ da ist, sollten wir uns bewusst sein, dass ein “Citta“ entstanden ist und durch den “Entität Mind“ ein Konzept erkannt wurde. Dieses erkennende “Citta“ was mit “Cetasika“ und “Rupa“ verbunden ist, sind “paramattha Dhammā“, das Objekt ist es nicht. Also wenn die vier “Satipaṭṭhāna“ mit Hilfe des Edlen Achtfachen Pfades nicht entwickelt sind, dann erkennen wir NICHT, dass die “paramattha dhammā“ ein Objekt des Gewahrseins sind und kein Konzept.

Konzepte die nicht auf dem Buddha Dhamma beruhen sind zwar hilfreich in Bezug auf die Gesetzmäßigkeiten von Materie, sollten aber dennoch als Adhamma der Kategorie, konventionelle Wahrheiten gewertet werden. Somit sind alle Wissenschaftlichen Konzepte der Heutigen-Zeit Metaphern und sind für den Weg nach Nibbāna nur bedingt hilfreich. Denn nur die paramattha Dhammā haben die Erkenntnis über die Charakteristika von Anicca, Dukkha und Anatta, die wir nur mit der Kultivierten Achtsamkeit, durch den Edlen Achtfachen Pfad erlangen können.

Es ist der Einzige Weg… Nur der reine Saddhamma führt auch nach Nibbāna und der Dhamma verändert sich auch nicht mit der Zeit, wie einige Gruppierungen behaupten, es sind nur die Konzepte die sich verändern. Konzepte sind wie Landkarten: Sie zeigen nur ein ungefähres Bild der Wirklichkeit…

Das Konzept der Welt erklärt als Golfstrom im Atlantik.

Der Golfstrom lässt sich als Metapher für den menschlichen Geistes- oder Gedankenstrom begreifen – ein dynamischer, sich stetig verändernder Fluss innerhalb des unermesslichen Ozeans des Seins. Er beginnt seine Reise in der warmen Umarmung der Karibik, wo er sich erwärmt und an der Oberfläche entlang gleitet. Diese aufsteigende Bewegung entspricht dem Streben nach sinnlichen Freuden, dem Festhalten an Erfahrungen der äußeren Welt – jenen flüchtigen Erscheinungen, die an der Oberfläche des Daseins treiben.

Der Atlantik, in dem dieser Strom eingebettet ist, steht symbolisch für den Äther, den grenzenlosen Raum des Geistes, wie er im Buddha Dhamma als Viññāṇa – als Bewusstsein – beschrieben wird. Dieses Bewusstsein ist weder individuell noch fest umrissen, sondern ein allgegenwärtiges Feld, aus dem sich unzählige Strömungen – Gedanken, Gefühle, Existenzen – herausbilden.

Durch die Erwärmung treibt der Golfstrom in nördlichere, kühlere Gefilde, wo er allmählich seine Energie verliert. Diese Bewegung folgt dem Gesetz von Ursache und Wirkung – dem zweifachen Kamma –, das alle bedingten Erscheinungen lenkt. Der Strom sinkt schließlich in die Tiefe, nur um, gleich einem ewigen Atem, wieder an seinen Ursprung zurückzukehren. So wiederholt sich der Zyklus – ein Gleichnis für das Kreisen im Saṃsāra, dem Rad von Geburt, Tod und Wiedergeburt, das von Unwissenheit und Verlangen angetrieben wird.

Doch der Golfstrom ist nicht allein. Im Atlantik existieren unzählige weitere Strömungen – jede scheinbar für sich, doch alle miteinander verflochten, wechselseitig bedingt und aus demselben Element geboren: Wasser. Dieses Wasser ist die Essenz – es symbolisiert das Bewusstsein selbst, form- und gestaltlos, doch fähig, jede Form anzunehmen. So wie Wasser zu Strom werden kann, kann sich reines Bewusstsein in ein Ich, ein Selbst, eine Geschichte verwandeln. In dieser Metapher erscheinen die Fische des Ozeans als Sinnbilder für diese individuellen Ich-Gestalten: Sie tauchen auf, bewegen sich, handeln – doch ihr Dasein wird vollständig getragen vom Strom des Bewusstseins, aus dem sie hervorgehen und in dem sie sich bewegen.

Der Buddha lehrte, dass alles Erleben durch die fünf Daseinsgruppen (pañcakkhandha) strukturiert ist – sie sind nicht Dinge, sondern Gesetzmäßigkeiten, Bündel von Bedingungen, die Erfahrung überhaupt erst ermöglichen. In diesem Sinn erscheint der Atlantik als Symbol für diese fünf Gruppen: nicht als etwas Festes, sondern als ein sich wandelnder, leerer Verbund von Prozessen und Strömungen. Der Golfstrom hingegen gleicht der Aneignung dieser Bedingungen – einer spezifischen Form, einer persönlichen Geschichte, einem Ich, das sich mit dem Fisch verbindet und ihm Identität verleiht. Er lässt sich als pañcupādānakkhandha deuten, also als die fünf Aneignungsgruppen, durch welche das Selbstgefühl entsteht.

So ist auch der Golfstrom nicht unabhängig, sondern nur eine von zahllosen Bewegungen im Ozean des Seins – jener Bewegung, die den Fisch überhaupt erst zu einem „Fisch“ macht

Der einzelne Strom, der sich aus der Tiefe erhebt, gewinnt im Verlauf seiner Bewegung eine scheinbare Individualität – eine Art Selbst, das sich in Dynamik, Gestalt und Richtung von anderen Strömungen unterscheidet, so wie sich ein Tiefseefisch von einem fliegenden Fisch unterscheidet. Doch im Augenblick, in dem dieser Strom seiner selbst gewahr wird, beginnt bereits seine Rückkehr. Er erkennt, dass er nie wirklich getrennt war – dass seine vermeintliche Eigenständigkeit lediglich eine Verdichtung, eine kurzfristige Verknotung innerhalb des einen, umfassenden Ozeans war.

Wenn die Energie der Bedingungen durch die Abkühlung des Entität-Mind versiegt, wenn keine neuen Ursachen mehr entstehen, beginnt sich der Strom der pañcupādānakkhandha aufzulösen. Er verliert seine abgegrenzte Form, und seine Bewegung kommt zur Ruhe. Er wird wieder eins mit dem Ozean – nicht vernichtet, sondern befreit. Nicht mehr unterscheidbar, und doch vollkommen durchdrungen von der Klarheit und dem Gewahrsein der pañcakkhandha.

In diesem Zustand ist auch der Fisch nicht länger an eine bestimmte Strömung gebunden. Er durchdringt den gesamten Ozean frei, ohne Begrenzung oder Richtung, und eben dadurch löst sich zugleich die Bindung an die Kräfte der Wiedergeburt: denn wo keine Aneignung mehr stattfindet, endet auch der Kreislauf, der sie trägt.

Dies ist die Buddha-Natur: das vollständige Aufgehen des Ichs im ungeteilten Bewusstsein – jenseits aller Formen, jenseits allen Leidens, jenseits aller Vorstellung. Nicht Nichts, sondern das unaussprechliche Eine, in dem alles enthalten ist. Nibbāna.

In diesem Licht wird verständlich, dass Nibbāna nicht „außerhalb“ des Bewusstseins liegt, sondern als die Verwandlung des Speicherbewusstseins – des durch kamma-viññāṇa und kamma-bīja geprägten Bewusstseinsstroms – durch unmittelbare Selbsterkenntnis verstanden werden kann. Damit hebt sich die Dualität von Saṃsāra und Nibbāna/Nirvāṇa auf: Beide erscheinen als zwei Aspekte desselben Kontinuums, nämlich des Geistes selbst, unterschieden allein durch die Tiefe und Klarheit der Erkenntnis (paññā)…

 

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